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"Eingangspforte" für Königskinder

Die Taufe

Die Taufe ist das erste und grundlegendste Sakrament in der Katholischen Kirche. Der Ritus ist dabei ein Jahrhunderte alter – seit frühsten Zeiten des Christentums ist die Taufe, wie wir sie heute feiern, bezeugt. Die Taufe wird durch einen Priester oder einen Diakon gespendet, in Notfällen kann es auch von jedem anderen Menschen gespendet werden (Nottaufe). Bei der Taufe gießt der Taufspender geweihtes Wasser dreimal über den Kopf des Täuflings und spricht dabei die Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Außerdem wird der Täufling mit Chrisam-Öl gesalbt. Auch hier handelt es sich um eine uralte Tradition. Denn während im Alten Testament vor allem Priester, Könige und Propheten gesalbt wurden, bekommen heute im Christentum alle Getauften dieses wertvolle Öl gespendet. Gemeinsam mit der Taufe durch Wasser steht dieser Ritus für eine ganz bedeutende Grundaussage: Mit der Taufe wird der Täufling in das Leben Jesu mit hineingenommen – ein Leben, das nicht mal mit dem Tod endet. Damit wird auch nochmals das verstärkt, was für Christen mit jedem Leben unweigerlich verbunden ist – Jede/r ist ein König, ein Priester, ein Prophet – ausgestattet mit einer unüberbietbaren Würde und Schönheit.

  • Die Kindertaufe
  • Die Erwachsenentaufe

Der „statistische Normalfall“ ist in Deutschland weiterhin die Kindertaufe. Wer im Alter von maximal 14 Jahren die Taufe empfangen möchte, fällt unter diese sogenannte „Kindertaufe“, über deren Zeitpunkt und Durchführung die Erziehungsberechtigten entscheiden. Gerne stehen unserer Seelsorgenden für Gespräche rund um die Taufe zur Verfügung! Ein besonderes Taufkonzept wird bei uns im Pastoralen Raum auch angeboten, für das Mirjam Pellenz-Stürmer und Anne Kiefer Verantwortung tragen.

Wenn Sie sich entscheiden, ihr Kind für die Taufe anmelden zu wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu einem der Pfarrbüros auf. Unsere Pfarrsekretärinnen bzw. Pfarrsekretäre besprechen mit Ihnen alle notwendigen Formalitäten und klären den Termin. Ein Zuständiger Seelsorger wird sich auch bei Ihnen zu einem Taufgespräch melden, bei dem sowohl die Inhalte der Taufe, als auch Gestaltungswünsche an den Gottesdienst besprochen werden können.

Längst nicht mehr so exotisch wie vor einigen Jahren ist der Wunsch Erwachsener, das Sakrament der Taufe zu empfangen. Da längst nicht mehr alle Kinder getauft werden, gibt es eine steigende Zahl ungetaufter Erwachsener. Auch entscheiden sich manche Zuwanderer, die aus anderen Religionen stammen und hier das Christentum kennengelernt haben, für eine Taufe. Welche Gründe auch immer den Sehnsucht nach der Taufe wecken oder bestärken: Wir stehen gerne zur Verfügung begleiten Sie auf Ihrem Weg! Bitte melden Sie sich auch in diesem Fall gerne bei einem unserer Seelsorgernden. Während bei Säuglingen und Kindern die Taufe einzeln gespendet wird und im weiteren Lauf der Kindheit und Jugend die Erstkommunion und Firmung folgen, werden diese drei sogenannten „Initiationssakramente“ bei der Erwachsenentaufe alle auf einmal gespendet. Der prädestinierte Zeitraum für die Erwachsenentaufe ist schon seit der Urkirche die Osternacht, der sicherlich besonderste und wichtigste Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres.  

Gemeinsam auf dem Weg

Die Rolle der Taufpaten

Wenn eine Taufe oder eine Firmung ansteht, stellt sich für die betreffenden Personen, im Fall der Taufe natürlich oft für die Eltern, die wichtige Frage: „Wer soll Pate/Patin werden?“

Eine wichtige und zugleich schöne Frage, gerade wenn man bedenkt, was mit diesem Amt im kirchlichen Verständnis verbunden ist. Zunächst einmal nehmen die Paten (max. 2 – männlich & weiblich) in der Liturgie der beiden Sakramente eine wichtige Rolle ein. Sie stehen in vorderster Reihe, bezeugen den Glauben, unterstützen und „stärken“ den Beteiligten den Rücken. Doch – noch wichtiger – gerade bei der Taufe: Sie erklären Ihre Bereitschaft den Täufling auf seinem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und zu unterstützen. Das ist eine schöne und verantwortungsvolle Aufgabe, für die das Kirchenrecht einige Anforderungen vorsieht:

  • Es soll einen, maximal zwei Paten geben, von denen einer männlich und eine weiblich sein müssen.
  • Die Wahl der Taufpaten trifft entweder der Täufling, sofern er mündig ist, oder die Eltern; in seltenen Fällen kann das auch der Priester beziehungsweise Spender der Taufe tun.
  • Für gewöhnlich muss ein Pate mindestens 16 Jahre alt, getauft, katholisch und gefirmt sein.
  • Es darf sich beim Paten nicht um Vater oder Mutter handeln.
  • Schließlich kann ein Getaufter aus einer anderen christlichen Gemeinschaft sogenannter "Taufzeuge" werden, jedoch nur dann, wenn zusätzlich ein katholischer Pate existiert; eine Ausnahme bilden Angehörige der orthodoxen Ostkirchen, die zusammen mit einem Katholiken auch Pate werden dürfen.

Sollten Sie Fragen zum Patenamt haben oder selbst als Pate angefragt sein und gerne ein Gespräch über ihre Rolle führen wollen, wenden Sie sich gerne an unsere Seelsorgenden.