Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zwischen Nahe und Hunsrück

Pfarreiengemeinschaft Birkenfeld-Langweiler

Am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald gelegen, blickt die katholische Pfarrei St. Jakobus d. Ä. auf eine lange Geschichte zurück. Eine Urkunde von Mitte des 11. Jahrhunderts verweist auf kirchliches Leben, das in Birkenfeld schon um das Jahr 700 stattgefunden haben soll. Ein genaues Gründungsdatum der Kirche in Birkenfeld fehlt jedoch, auch das Patronat des Hl. Jakobus d. Ä. lässt keine Rückschlüsse auf den Erbau der (heutigen ev.) Kirche zu. Nach der Reformation 1517 verändert sich auch das konfessionelle Leben in Birkenfeld und Umgebung. Der letzte katholische Pfarrer verließ 1557 Birkenfeld. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelten sich in der durch Krieg und Pest entvölkerten Gegend wieder katholische Familien an. Mit der Herrschaft König Ludwigs XIV. über das Birkenfelder Land wurden auch katholische Gottesdienste wieder möglich. Bis ins 19. Jahrhundert teilten sich ab diesem Zeitpunkt Katholiken und Protestanten die evangelische Kirche in Birkenfeld als sog. Simultaneum.

Erst in der Oldenburger Zeit (1817-1937) konnten sich die Katholiken einen eigenes Kirchgebäude errichten. Die heutige katholische Kirche wurde am 27. August 1892 durch den Diözesanbischof Michael Felix Korum feierlich konsekriert. Seitdem ist die Pfarrkirche St. Jakobus d. Ältere das geistliche Zentrum der Katholiken aus Birkenfeld und den umliegenden Dörfern.

Die als neugotischer Bau errichtete Kirche zeichnet sich u.a. durch zwei Besonderheiten aus: Die 1998 geweihte Orgel, ein Spitzeninstrument mit 26 Registern, die mit ihrem wohlklingenden Klang im neuen Pastoralen Raum einmalig ist, sowie eine Gedenktafel für den von den Nationalsozialisten ermordeten Priester Gerhard Storm (1888-1942), für den auch ein Stolperstein in Birkenfeld verlegt wurde.

Die Gemeinde St. Nicetius in Langweiler, malerisch im Naturpark gelegen, ist seit dem Jahr 2008 mit der Pfarrei St. Jakobus in der Pfarreiengemeinschaft Birkenfeld-Langweiler verbunden. Der Ort Langweiler wurde 1037 erstmals erwähnt, als sich Köhler an diesem Ort niederließen. Die katholische Kirche St. Nicetius, ein schlichter Saalbau mit Dachreiter, wurde 1856 errichtet. In der Nähe der Kirche existierte seit Beginn der 1950er Jahre das Kloster Marienhöh, in dem der Frauenorden der Marienschwestern sich um Kinder kümmerte, die Erholung bedurften. Im Jahre 2004 endete die Geschichte des Klosters, das zu einem Wellnesshotel umgewandelt wurde.

Die Pfarreiengemeinschaft Birkenfeld-Langweiler freut sich, Sie bei den Gottesdiensten und dem Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Neuigkeiten aus der Pfarreiengemeinschaft

  • Aktueller Pfarrbrief
  • Zweiter Familiengottesdienst

Wöchentlich erscheint der "kleine Pfarrbrief" neben dem großen gemeinsamen Pfarrbrief für die Pfarreiengemeinschaft Birkenfeld-Langweiler mit allen wichtigen Informationen.

Dieser steht hier regelmäßig zum Download bereit.

21 / 22 - 02.07. - 19.07.2022

20 / 2022 - 18.06.-05.07.2022

Frieden! Da werden Schwerter zu Pflugscharen - Zweiter Familiengottesdienst der Pfarrei St. Jakobus Birkenfeld

Am Sonntag, 24.04.2022, fand der zweite Familiengottesdienst der Pfarrei St. Jakobus Birkenfeld statt. Der Krieg in der Ukraine, die schrecklichen Nachrichten und Bilder, machen uns alle sehr betroffen und lassen den Wunsch nach Frieden unermesslich groß werden. Wie kann unser Glaube dabei helfen, dass Friede wird, in Europa, in unserer Familie, in uns?

Im Altarraum war eine weiße Taube aus Tüchern dargestellt, darunter die Fahne der Ukraine, als Zeichen der Solidarität. Zunächst erfuhren wir, wie die weiße Taube zum Friedenssymbol wurde. Dann hörten wir Ausschnitte aus der Bibel, in denen zum Frieden aufgerufen wird und wo es heißt, dass „Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln“ gemacht werden sollen. Was bedeutet das konkret, in unserem Alltag?

Es bedeutet, aufzuhören, miteinander zu kämpfen, Unfriede zu säen und Kriege zu führen. Wir sollen die Waffen niederlegen, d. h. Böses unterlassen und Gutes tun. Das kann jeder von uns, zuhause, im Kindergarten, in der Schule, auf der Arbeit, indem wir nett zueinander sind und gut miteinander umgehen, statt böse Worte zu gebrauchen, hinterhältig zu sein, Andere auszuschließen. Wenn wir Frieden in der Welt wollen, müssen wir in unserer kleinen Welt anfangen, jeder für sich!

Die Kinder wurden im Vorfeld gebeten, eine Spielzeugwaffe mitzubringen. Gegen Ende des Gottesdienstes waren sie dazu aufgerufen, als symbolischen Akt ihre Waffen auf der Friedenstaube abzulegen. Auch Begriffe wie „Beschimpfungen“, „Beleidigungen“ oder „Mobbing“ waren auf Karten vorzufinden und die Kinder verstanden schnell, dass auch Worte und Taten Waffen sein können, die man niederlegen muss, um Frieden zu schaffen. Jeder durfte sich am Schluss eine aus Papier gefaltete Friedenstaube mit nach Hause nehmen, als Erinnerung an die Botschaft des Gottesdienstes und zum Weiterschenken. Auf dass jede:r Frieden stifte, im Kleinen und Großen, und die Menschen endlich in Frieden zusammenleben, in der Ukraine und weltweit!   

Noch eine Bitte:

Für Manchen war der Aufruf, Spielzeugwaffen zum Friedensgottesdienst mitzubringen, missverständlich oder gar anstößig. Im Nachhinein betrachtet war unsere Formulierung im Pfarrbrief unglücklich gewählt. Die haupt- und ehrenamtlich Aktiven unserer Gemeinde sind offen für Kritik oder Verbesserungsvorschläge. Im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens wünschen wir uns solche Rückmeldungen direkt, persönlich und ohne Umwege.

Katholisches Pfarramt Birkenfeld

Anschrift:

Schneewiesenstraße 11

55765 Birkenfeld

Tel: +49 6782 2364

stjakobus-birkenfeld(at)web.de

Sekretärin:

Graf, Anja

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 08:00-12:00 Uhr

 

Unsere Kirchen