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Ein Zuhörer, auch in Zeiten der Ohnmacht

Alfons Schmitz in feierlichem Gottesdienst verabschiedet

Am Sonntag, den 25.11.2022, dem Fest Christkönig, wurde Pfarrer Alfons Schmitz mit einem feierlichen Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche „St. Barbara“ auf dem Rilchenberg in Idar verabschiedet. Gemeinsam mit Dekan Fuß zelebriert er den Gottesdienst und wurde dabei nicht müde, immer wieder zu betonen, wie sehr er sich über die breite Anteilnahme so vieler Menschen an seinem Abschied freue. Dies sei - so Alfons Schmitz - für ihn ein Zeichen, dass er ja doch vieles richtig gemacht habe. In diesen Tenor stimmten auch alle Anwesenden mit ein. Man war sich einig: Man wird den von vielen Menschen geschätzten und beliebten Seelsorger sehr vermissen. In Grußworten hoben u.a. Dr. med. Ulrich Frey, ärztlicher Direktor des Klinikums in Idar-Oberstein, Judith Pesch für die Mitarbeitenden in der Klinikseelsorge, Vertreter/innen der Räte & Pfarreien und Dekan Fuß für die Mitarbeitenden des Pastoralen Raumes Idar-Oberstein hervor, was Alfons Schmitz besonders auszeichnet: Er ist ein leidenschaftlicher Seelsorger, ein Zuhörer, der Menschen auf Augenhöhe begegnet, sich Zeit nimmt und an der Seite der Menschen, besonders der Kranken und alten Menschen, unterwegs ist.

In seiner Abschiedspredigt machte sich Alfons Schmitz Gedanken über das Fest Christkönig - was es bedeutet Jesus Christus als König an einem Kreuz zu verehren - über den Widerspruch zwischen der Macht und dem Ansehen eines Königs und dem Elend und der Ohnmacht des Kreuzestodes. Gänzlich verstehen, so der Pfarrer, könne man dies gar nicht. Auch in seinem priesterlichen Dienst, besonders natürlich im Krankenhaus, kam er immer wieder in Situationen, in denen nicht die Macht Gottes spürbar war, sondern das Elend und die Ohnmacht des Todes, der Verzweiflung und der Trauer. Er habe in solchen Situationen dann einfach das gemacht, was ihm übrig blieb: zugehört, mit den Angehörigen das Leid gemeinsam getragen und ausgehalten, an der Seite der Menschen ein Stück des Weges mitgegangen. Und darin sei ihm Gott dann wieder nahe gewesen.

An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang an, bei dem für jeden die Möglichkeit bestand, sich persönlich zu verabschieden. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von der musikalischen Werkstatt in Idar, die zum Schluss des Gottesdienstes John Rutters „The Lord bless you and keep you“ für Alfons Schmitz sang. Wünsche, denen man sich nur anschließen kann: Auf Wiedersehen Alfons, vielen Dank für alles, und der Herr segne und behüte dich!